Bayernliga-Sonntagsspiel: Damen daheim gegen den TSV Zirndorf

Die Zahlen sprechen für das Bayreuther Team, wenn der Tabellenletzte der Damen-Bayernliga, der TSV Zirndorf, am Sonntag (15 Uhr, Turnhalle am Roten Main) beim BSV 98 zu Gast ist. Von den letzten fünf Vergleichen mit den Mittelfränkinnen hat der BSV nämlich vier für sich entschieden.

„Ein fünfter Sieg in Folge gegen Zirndorf sollte drin sein“, meint denn auch die Bayreuther Mittelspielerin Ronja Meyer. „Nachdem es bei uns in Bamberg in Abwehr und Annahme etwas gehakt hatte, lag der Fokus in unserem ersten Training diese Woche auf diesem Bereich.“ Es sei aber auch individuell an den Schwächen im Angriff gearbeitet worden.

Die 21-Jährige weiter: „Bei uns kann in der Tabelle nach oben oder unten nicht mehr viel passieren- Hingegen wird unser Gegner in seinem Abstiegskampf hoch motiviert sein. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich gewinnen – und das machen wir auch!“

Hatte Zirndorf 2024 in der Relegation gegen Weißenburg und Amberg noch knapp die Bayernliga gehalten und vor einem Jahr am Ende sogar sicher den fünften Platz belegt, so dürfte es diesmal mit dem Klassenerhalt wohl sehr, sehr schwer werden. Sechs Punkte müsste man gegenüber den TSV Ansbach II in den restlichen fünf Spielen aufholen, um erneut den Strohhalm Relegation zu fassen zu kriegen. Da wäre zwei Wochen vor dem direkten Duell gegen den Mittelfranken-Rivalen eine Überraschung beim Tabellensechsten in Bayreuth schon Gold wert.

Beim BSV geht es heuer stark auf und ab. Der nicht nur von Libera Maria Fichtel herbeigesehnte dritte Sieg in Serie wollte nach einem ersten Fehlversuch daheim gegen Hammelburg auch beim zweiten Anlauf jüngst in Bamberg nicht gelingen (wir berichteten). Das 2:3 war die zweite Tiebreak-Niederlage für den Vizemeister in diesem Spieljahr; nur gegen Lengfeld wurde ein fünfter Satz gewonnen.

Apropos 2:3-Niederlage: In der Saison 2023/24 gab es für den damaligen Aufsteiger Bayreuth eine solche in Zirndorf. Doch seitdem hat die Mannschaft von der Prellmühle gegen den TSV jedes Mal drei Punkte eingefahren. Nach drei glatten Erfolgen gab der BSV im vorerst letzten Aufeinandertreffen am 15. November 2025 vor den Toren von Fürth zwar mal wieder einen Satz ab, siegte aber letztlich nach 100 Minuten mit 26:24, 25:22, 21:25, 25:16. „Wir haben wieder ganz gut gespielt, uns aber erneut nicht belohnt. Ein Fehlstart in den vierten Satz zum 2:9 hat uns endgültig geschlagen“, kommentierte TSV-Trainer Christopher Sandler damals. Und sein Bayreuther Kollege Manuel Wolz meinte: „Unsere Leistung war besser als im Spiel vorher, aber längst noch nicht glänzend.“

Für das anstehende Spiel hatte Wolz noch in Bamberg angekündigt: „Wir machen es nächste Woche wieder besser als gerade hier.“ Das sollte gelingen, falls sich die zuletzt fehlenden Studentinnen Selina Porzner und Caroline Glatkowski wieder mehr dem Sport widmen können und auch Egle Stakeliunaite wieder zur Verfügung steht.

Ronja Meyers Tipp: „Einfach draufhauen wird am Sonntag nicht funktionieren, denn Zirndorf holt normalerweise viele Bälle. Da müssen wir schon die Ecken und die Linien anvisieren.“ Damit die Zahlen – siehe oben – nicht lügen.