Am kommenden Sonntag (1. Februar) um 15 Uhr stehen die Damen des BSV 98 Bayreuth vor einem besonderen Bayernliga-Auswärtsspiel: Das Duell bei der VG Bamberg bringt nicht nur die kürzeste Anreise der Saison mit sich, sondern auch eine zusätzliche Motivation.
Bilanz gegen direkte Konkurrenten
Die bisherigen Duelle mit den vier Mannschaften, die in der Tabelle hinter Bayreuth rangieren, verliefen für den BSV überwiegend erfolgreich. Mit vier Siegen, zwölf Punkten und einem Satzverhältnis von 12:2 konnte das Team zahlentechnisch überzeugen. Doch die Niederlage mit 1:3 am 9. November 2025 in eigener Halle gegen den oberfränkischen Rivalen Bamberg trübt diese Bilanz. Lediglich im zweiten Satz (25:12) zeigten die Schützlinge von Trainer Manuel Wolz ihre gewohnte Stärke, ansonsten blieben sie hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Entwicklung der Bambergerinnen
Nach diesem Prestigeerfolg und zwei folgenden Niederlagen starteten die Bambergerinnen vor Weihnachten eine kleine Serie mit Erfolgen in Zirndorf (3:2) und zwei Heimsiegen gegen Fürth (3:0) und Altdorf II (3:2). Im Jahr 2026 blieb ihnen in drei Spielen jedoch ein Punktgewinn noch verwehrt, sodass sie weiter mit Ansbach II um den rettenden siebten Platz kämpfen. Die VG Bamberg steht mit zwölf Punkten knapp vor Ansbach (zehn Punkte), während Bayreuth mit 21 Punkten als Sechster einen komfortablen Vorsprung besitzt.
Bayreuths Perspektive und Motivation
Trainer Manuel Wolz zum bevorstehenden Derby: „Wenn man nach unten blickt, dürfte es für uns das wichtigste Spiel der restlichen Saison sein. Und das noch als Oberfranken-Derby! Wir versuchen, uns weiter zu steigern. Auch wenn das nach Regensburg relativ schwierig ist.“ Damit spielt er auf den jüngsten Erfolg gegen die Donau Volleys an, bei dem Bayreuth vor heimischer Kulisse dem Tabellenzweiten eine deutliche 0:3-Niederlage zufügte. Ein weiterer Dreier würde den Begriff Abstieg endgültig aus dem Wortschatz des BSV verbannen. Schon jetzt beziffert ein Datentool des Bayerischen Volleyball-Verbandes die Wahrscheinlichkeit, dass Bayreuth noch auf Rang sieben abrutscht, auf nur 0,3 Prozent.
Situation bei der VG Bamberg
Die Bambergerinnen müssen hingegen noch mehr zittern und haben ihr Schicksal in den direkten Duellen mit Ansbach, Zirndorf (4 Punkte) und Fürth (9 Punkte) selbst in der Hand. Zuletzt gelang dem einstigen Regionalligisten bei Spitzenreiter Rottenberg immerhin ein Satzgewinn. Trainer Marco Donat lässt aktuell Anna Wöckel und Karolin Röder im Zuspiel rotieren. Mittelblockerin Nicole Werthmann, Röder, Maria Bayer und Laura Rienecker überzeugten vor einem Vierteljahr beim Auswärtssieg in Bayreuth.
Blick ins Team und Erwartungen
BSV-Libera Maria Fichtel erinnert sich: „Das war eine unnötige, aber aufgrund unserer schlechten Leistung gerechtfertigte Niederlage. Sicher werden wir den Aufsteiger nicht ein zweites Mal unterschätzen, auch wenn die Tabelle uns zum Favoriten macht. Gerne wollen wir zum Saisonende jetzt noch eine Serie starten. Bisher sind uns ja keine drei Siege am Stück gelungen.“ Ein Erfolg in Bamberg wäre nach dem 3:1 in Fürth und dem Coup gegen Regensburg der dritte Sieg in Folge.
Trainer Manuel Wolz betont abschließend: „Basis sollen wieder eine geschlossene Leistung, gute Stimmung und wertvolle Kommunikation im Team sein. Wir erwarten eine homogene Bamberger Truppe mit wenig expliziten Stärken oder Schwächen.“
Die Spiele der Saison 2023/24 gegen Bamberg:
Hinspiel — Rückspiel