Einmal müssen sie noch ran, heißa dann ist erst Weihnachtsturnier (am Dienstag ab 18 Uhr) und schließlich Weihnachtspause: Am dritten Adventssonntag steht in der Damen-Bayernliga Nord das erste Rückrundenspiel, das Duell zwischen dem BSV 98 Bayreuth und dem TV/DJK Hammelburg, an. Spielbeginn ist um 11.30 Uhr in der Turnhalle am Roten Main.
Für die Bayreutherinnen ist es der 18. Einsatz in diesem Kalenderjahr nach zwölf Erfolgen und fünf Niederlagen in der Liga sowie den beiden verlorenen Partien in der Aufstiegs-Relegation. Sie sind dann erst wieder am 17. und 18. Januar 2026 im Einsatz, wenn innerhalb von 22 Stunden die Begegnungen in Rottenberg und in Fürth anstehen. Danach ist die Zahl der Heim- und Auswärtsspiele mit je drei ausgeglichen.
Aber erst einmal das Rückspiel gegen den oberen Tabellennachbarn, das Aufeinandertreffen des Sechsten mit dem Fünften. Beide Teams liegen mit jeweils 15 Punkten im Tabellenmittelfeld. Hammelburg hat jedoch erst sieben Partien absolviert, Bayreuth neun. Seit der Auftaktniederlage mit 1:3 (25:21, 16:25, 17:25, 16:25) gegen den BSV verlor der TV lediglich einmal, holte dabei beim 2:3 gegen den TSV Lengfeld immerhin noch einen Punkt.
BSV-Trainer Manuel Wolz erwartet ein deutlich stärkeres Hammelburger Team als im Hinspiel. „Das war zu Saisonbeginn und mit recht neuer Trainerin“, sagt er. „Sie haben sicher die Zeit genutzt, um ihre Spielideen abzustimmen und die Aufschlagfehler zu reduzieren. Hammelburg macht meistens auch in schwierigen Situationen keine leichten Fehler, rettet oft Bälle, hat hohe Spielfähigkeit. Da müssen wir sehr viel Angriffsdruck aufbringen und damit rechnen, dass nicht jeder Angriff direkt punktet.“ Beim BSV sind bis auf Co-Trainerin Katharina Weigel (mit der Jugend unterwegs) alle Spielerinnen einsatzbereit.
Im Team des TV/DJK haben sich zwei junge Spielerinnen in den Vordergrund gespielt: die 14-jährige Mittelblockerin Eva Haase (1,88 m groß) und Zuspielerin Viktoria Haas (15), die im Oktober gegen den BSV noch fehlten bzw. nur einen Kurzeinsatz hatten. Hammelburg hat bislang fünf Siege errungen, davon die meisten gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Ein Ausrufezeichen setzte das Team allerdings mit einem 3:0-Erfolg gegen den TV Altdorf II – jenen Gegner, dem der BSV 98 jüngst mit 2:3 unterlag.
In ihren bisher fünf Heim- und zwei Auswärtsspielen trafen die Akteurinnen aus dem Landkreis Bad Kissingen bislang weder auf den Spitzenreiter Donau Volleys Regensburg noch auf den Tabellenzweiten TSV Eintracht Rottenberg. Gegen den Tabellenführer aus der Oberpfalz geht es erst Ende Februar und Ende März, auf Rottenberg trifft der TV indes bereits an diesem Samstag, genau sechzehneinhalb Stunden vor dem Anpfiff in Bayreuth.
Nach den 3:1-Erfolgen gegen Ansbach, Fürth und Zirndorf konnte sich der TVH zwar zwei Wochenenden lang ausruhen, nun aber heißt es: erst 75 Kilometer gen Westen nach Hösbach an der Grenze zu Hessen und nach einer kurzen Nacht schon wieder 150 Kilometer gen Osten nach Bayreuth.
Dort zitiert Manuel Wolz aus seinem Wunschzettel: „Mit einem Sieg können wir über die Weihnachtspause mal vorsichtig nach oben schauen. Je nach Ergebnissen der anderen Partien wäre vielleicht das eine oder andere Team wieder in unserer Reichweite.“