Neustart: Herren 1 setzen in der Landesliga auf Jörg und die Jugend

Eine Saison ohne jedes Erfolgserlebnis hat die erste Herren-Mannschaft des BSV 98 Bayreuth hinter sich. Sie schloss die Bayernliga-Saison 2024/25 als Aufsteiger mit nur einem Punkt und 8:54 Sätzen ab und stieg wieder in die Landesliga Nord-Ost ab. Dort war sie nach dem freiwilligen Bayernliga-Rückzug vor drei Jahren zuletzt von 2022 bis 2024 (Aufstieg über die Relegation gegen Katzwang-Schwabach) zu Hause gewesen.

Nun also der Neustart in der Sechstklassigkeit mit vielen talentierten jungen Spielern. Denn einige Leistungsträger der vergangenen Jahre haben den Abstieg als Zäsur genutzt und spielen nicht mehr hochklassig. Als Korsettstange für den Nachwuchs ist immerhin noch Jörg Fredersdorf dabei. Er wird gemeinsam mit Christoph Rauscher, Sean Böhm, Lukas Dabisch, Jonas Faull, Thomas Kotlar und Alexander Schmiedel die Jungspunde Christian Kov (15), Niklas Kov (18), Daniel Lyssenko (20) und Moritz Warda (17) an die Hand nehmen und ihnen gewiss noch einige Volleyball-Kniffe beibringen.

Das Abenteuer beginnt bereits an diesem Samstag, wenn ab 13 Uhr die Teams von VC DJK Amberg II und TS Lichtenfels in der Turnhalle am Roten Main zu Gast sind. „Die Testspiele waren relativ ordentlich“, sagt Schmiedel, der sich ums Training der Mannschaft kümmert. „Auch im Pokal gegen Bayernliga.Mannschaften haben wir von vier Sätzen drei nur mit je zwei Punkten Unterschied verloren“, verweist er auf das 28:30, 24:26 gegen Gastgeber TSV Abensberg und das 20:25, 23:25 gegen die Donau Volleys Regensburg II.

Die dritte Mannschaft der Regensburger war im Frühjahr Landesliga-Vizemeister und gehört wie auch SpVgg Hainsacker (3.),  SG Arzberg/Oberkotzau (4.), VGF Marktredwitz II (5.) und Ambergs Zweite ( 6.) zu den in der Liga Verbliebenen. Der SC Memmelsdorf II ging als Meister in die Bayernliga.

Neu in der Klasse sind neben dem BSV noch drei Aufsteiger. Die TS Kronach marschierte ungeschlagen durch die 14 Spiele der Bezirksliga Oberfranken, die Turner aus Lichtenfels schalteten als Vize in der Relegation den VC Schwandorf II und Regensburg IV aus. Dabei stiegen sie dank eines 17:15 im Tiebreak gegen den bisherigen Landesligisten Schwandorf auf. Der FC Miltach schließlich tritt als Meister der Bezirksliga Oberpfalz nun in der Landesliga an. Er hatte zwar einen Sieg weniger als Regensburgs Vierte aufzuweisen, profitierte aber davon, dass die Donau Volleys sechs ihrer Erfolge erst im Tiebreak errangen und somit vier Punkte einbüßten.

Mit  Paul Kißwetter und Filip Kral (beide Marktredwitz), Lukas Reichel und Noah Gross (beide Arzberg) sowie den in BSV-Seniorenteams spielenden Jan Bollow und Benni Kucera (beide Kronach) treffen die Bayreuther in der Landesliga auf Spieler, die auch schon das Trikot des Klubs von der Prellmühle trugen bzw. tragen.  

Alex Schmiedel zu den Bayreuther Aussichten: „Wir haben einen relativ kleinen Kader. Aber wenn wir den zusammenhalten und alle halbwegs zuverlässig da sind, dann können wir auf jeden Fall um die oberen Plätze in der Tabelle spielen. Auf den einzelnen Positionen sind wir für die Landesliga auf jeden Fall sehr stark besetzt. Eine große Herausforderung wird es sein, die Qualitäten jedes Einzelnen konstant zur Geltung zu bringen.“

Das Spielprinzip in der LL: Daheim tritt eine Mannschaft an einem Tag zwei Mal an, auswärts macht sie jeweils nur eine Partie. Macht acht Fahrten, aber nur vier Heim-Spieltage. Die sind im Falle Bayreuth außer am Samstag noch am 29. November, am 24. Januar 2026 und am 21. März.