Heim-Saisonpremiere für die Volleyballerinnen des BSV 98 Bayreuth. Und das gleich gegen den womöglich schwersten Gegner in der Bayernliga Nord. Der TSV Eintracht Rottenberg kommt am Samstag (19.30 Uhr) als Tabellenführer in die Turnhalle am Roten Main (TaRM) neben dem Stadion.
Als einziges Team im Zehnerfeld feierte die Mannschaft aus dem unterfränkischen Markt Hösbach am ersten Spiel-Wochenende einen 3:0-Erfolg. Das 25:8, 25:20, 26:24 gegen den TV Fürth 1860 stand nach 69 Minuten fest. Der BSV benötigte zum 3:1 in Hammelburg rund eine halbe Stunde mehr. Bayreuth als Vizemeister und Rottenberg als Vorsaison-Dritter gelten neben Regionalliga-Absteiger TV Altdorf II als Anwärter auf den Bayernliga-Titel 2026. In Rottenberg sprechen viele um die starken Außenangreiferinnen Ruth Grutzeck (1,84 m) und Pauline Brößler (Jahrgang 2009) davon, dass diesmal der Aufstieg gelingen soll.
Es war noch nicht alles Gold beim BSV-Auftakterfolg vor knapp einer Woche, doch in Sachen Aufschlag und Annahme hatten die Schützlinge von Trainer Manuel Wolz schon vieles gut gemacht. „Und was ich in Videos von der Konkurrenz so gesehen habe, hat mich nicht unbedingt nachhaltig beeindruckt“, gibt sich BSV-Zuspielerin Katja Löhnhardt vorsichtig optimistisch für die anstehenden Aufgaben (eine Woche später erneut daheim gegen Fürth). „Aber es war ja der erste Spieltag, da werden sich einige sicher noch steigern, so gewiss auch die von uns bezwungenen Hammelburgerinnen.“
Und vor dem TSV Rottenberg hat man in der Wagnerstadt sowieso einigen Respekt, seit der eigene Saisonstart 24/25 in der Nähe von Aschaffenburg mit 0:3 gründlich missriet. Da allerdings war Bayreuth durch Krankheitsausfälle stark gehandicapt. „Weil Franzi Rumpp, Nina Baldini und Zuza Tobolska ausfielen, hat uns von vornherein schon sehr viel Angriffspower gefehlt“, erklärte Wolz damals. Seine Mannschaft rückte die Verhältnisse mit einem 3:1 (25:15, 25:16, 18:25, 25:17) im Rückspiel gegen Rottenberg dann zurecht; es war der neunte Erfolg hintereinander, dem dann gleich noch sieben weitere folgten. Die Leistungen kämen seinen Idealvorstellungen schon sehr nahe, sagte der Coach im Dezember 2024. Bei Saisonende im März lagen die Prellmühlerinnen dann acht Punkte vor Rottenberg und 16 vor Hammelburg, dem Vierten.
Diesmal müssen die Gastgeberinnen auf Neuzugang Julia Meyer verzichten; dafür steht mit Johanna Stelzer eine andere Neue in den Startlöchern. Beim Gegner fiel mit Diagonalspielerin Hannah Bühl eine der Besten mit einem Kreuzbandriss lange aus. Sie ist wieder im Kader, wurde aber gegen Fürth noch nicht eingesetzt.
Eintracht-Coach Roger Tschenett spielte einst selbst in der Bundesliga (Frankfurt), konzentriert sich nun mit gut 60 Jahren mit seinem riesigen Erfahrungsschatz auf die Ausbildung von Talenten. Vor der vergangenen Saison war er vom TV Mömlingen nach Rottenberg gewechselt. Seine Co-Trainerin Mareike Bühl „spionierte“ vor einer Woche in Hammelburg beim Spiel des BSV, das ihr Ehemann Peter leitete – zur vollsten Zufriedenheit der Bayreutherinnen übrigens.