Auf das Duell mit dem realen Tabellenführer folgt gleich das mit dem heimlichen Spitzenreiter. Genau eine Woche nach ihrem 1:3 beim TSV Eintracht Rottenberg messen sich die Bayernliga-Volleyballerinnen des BSV 98 Bayreuth mit der SG Donau Volleys Regensburg. Und die Oberpfälzerinnen stehen mit 27 Punkten aus elf Spielen eigentlich besser da als die Unterfränkinnen (29 aus 12).
So oder so: Die Hürde ist wieder sehr hoch für das Heimteam, wenn es am Samstag um 19.30 Uhr in der Turnhalle am Roten Main losgeht. Der BSV findet aktuell immer nur phasenweise zu den Leistungen, die ihn im Frühjahr 2025 dank einer Serie von 16 Siegen zum Vizemeister werden ließen. Immerhin ist er vom Grundsatz her so stark, dass er oft auch ohne Glanz punkten kann. Drei Siege aus den letzten fünf Begegnungen belegen das.
Nun aber geht es gegen das Überraschungsteam der Saison. Die Schützlinge von Trainer Fernando Acosta Ruiz begannen als Aufsteiger mit neun Erfolgen in Serie, ehe es beim TSV Lengfeld die bisher einzige Niederlage gab. Gegen den BSV setzte sich Regensburg 3:1 durch, Rottenberg wurde daheim mit 16:14 im Tiebreak geschlagen. Zuletzt gelang ein standesgemäßes 3:0 gegen Zirndorf.
„Im Hinspiel waren wir überhaupt nicht gut; keine Ahnung, woran das lag“, erinnert sich Bayreuths Zuspielerin Katja Löhnhardt an die Partie in Regensburg. „Wir wussten schon, dass wir kämpfen müssen, haben den Gegner auch nicht unterschätzt, aber vielleicht auch nicht gedacht, dass Regensburg so stark ist. Sie haben einen guten Block gestellt und hatten eine Spielerin, die wir nicht in den Griff bekommen haben.“
Das war Sophie Bittl, die als Diagonalangreiferin dem Spiel ihren Stempel aufdrückte. „Dass jemand von der Drei-Meter-Linie den Ball beim Gegner auf den Boden haut, habe ich in der Liga noch kaum erlebt“, lobte Bayreuths Trainer Manuel Wolz damals die Matchwinnerin. Bittl aber fehlte den Donau Volleys vor einer Woche, nachdem sie zuvor schon beim 0:3 in Lengfeld – als Regensburg im zweiten Satz sogar einen 14:5-Vorsprung vergeigte – wenig zum Einsatz gekommen war.
Der Tabellenzweite musste zuletzt auch die verletzte Johanna Munding ersetzen und ließ Zuspielerin Elena Lüftl im Laufe des Spiels auf die Diagonalposition rotieren. Dafür ist mit Caro Koch eine wichtige Akteurin und starke Aufschlägerin nach einem Auslandsaufenthalt zurück.
43 Siege aus 45 Punktspielen hat Regensburg seit Beginn der Saison 2023/24 geholt. Hat die Mannschaft auch Schwächen? Vielleicht ist es der erste Satz, denn in der aktuellen Runde hat sie vier Mal selbst bei Siegen den Auftakt-Durchgang abgegeben, so auch gegen den BSV, als es zwischendurch sogar 14:21 stand. Vor einer Woche lag man beim 3:0 gegen den Tabellenletzten Zirndorf im ersten Satz 17:20 und 20:22 zurück, im dritten 9:15, drehte aber jeweils den Spieß. Bayreuth hat in seinen zwölf Auftritten (sechs Siege) sieben Mal den ersten Satz erfolgreich gestaltet.
Katja Löhnhardt: „Wir wissen auf jeden Fall, was auf uns zukommt, von daher hoffe ich mal, dass es diesmal besser läuft als in Regensburg. Wir wollen den Schwung aus dem 3:1 gegen Fürth am letzten Sonntag mitnehmen und hoffentlich noch eins draufsetzen.“ Der BSV wird wahrscheinlich seinen kompletten Kader aufbieten können.