„Um Ruhm und Ehre“ in Ansbach: Saisonfinale der Damen 1 beim Absteiger

Wer im vergangenen Sommer den Spielplan der Damen-Bayernliga Nord bastelte, hat ein sehr gutes Näschen gehabt: Am letzten Spieltag geht es in zwei direkten Duellen um Vizemeisterschaft und Rettung vor dem Abstieg. Der BSV 98 Bayreuth ist darin nicht verwickelt, hat aber ein Fernduell um Rang vier, kann theoretisch sogar noch um zwei Plätze klettern und Dritter werden.

Die Bayreutherinnen treten am Samstag (21.3.26) um 19 Uhr beim TSV Ansbach II an. Der ist vor einer Woche durch ein 0:3 daheim gegen Fürth endgültig abgestiegen. Mit einem 3:0 würde der BSV auf 34 Punkte und 41:29 Sätze kommen.  Der TV/DJK Hammelburg, im ersten Highlight des Tages Gast des Tabellenzweiten SG Donau Volleys Regensburg, stünde nach einer 1:3-Niederlage  ebenfalls bei 34 und 41:29! Dann entscheidet der Ballquotient (beide aktuell bei 1,06).

Der TV Altdorf II (32) spielt beim zweiten Absteiger, TSV Zirndorf, und könnte am Ende der lachende Dritte sein, auch in der Tabelle. In dieser geht es zudem für den TV Fürth 1860 (mit der Ex-Neudrossenfelderin Michaela Dutz) darum, sich mit einem klaren Sieg über die VG Bamberg selbst zu retten und die Oberfränkinnen noch in die Abstiegsrelegation zu schicken.  

Beim BSV Bayreuth werden die Nerven nicht strapaziert. Nach drei 3:1-Siegen in Folge ist der Ausklang recht entspannt. Gerne würde man gegen Ansbach das 3:0 (25:10, 25:15, 25:17) aus dem Hinspiel wiederholen und damit auch den sechsten Vergleich seit dem Aufstieg 2023 gewinnen (bei nur einem abgegebenen Satz).  Trainer Manuel Wolz formuliert es so: „Wir spielen um Ruhm und Ehre. Oder anders formuliert: Es gilt, die Siegesserie gegen Ansbach fortzusetzen und mit einem guten Gefühl aus der Saison zu gehen.“ Im Fall eines Sieges würde der BSV im 18. Saisonspiel den elften Erfolg feiern und die Bilanz der letzten drei Jahre auf 41 Siege bei nur 15 Niederlagen stellen.

„Leider fällt unsere Ansbacherin Selina Porzner für ihr persönliches ‚Heimspiel‘ krank aus“, sagt der Coach zu den Personalien und kündigte „Steffi Bauer oder eine Überraschung“ für die Diagonalposition an. Wolz muss auch Alexandra Soloninkin ersetzen und nimmt dafür die 18-jährige Olga Nguegan Tchokonte aus der zweiten Mannschaft, die um den Aufstieg in die Landesliga spielt, mit. Rezept für den Spieltag: „Wir bekommen die Ansbacher Aufschläge hoffentlich besser in den Griff als sie unsere.“

Thema Ansbach: Die Mannschaft von Trainer Stephan Schröder muss also in die Landesliga, wird am Samstag womöglich wieder die zuletzt starken Nachwuchsspielerinnen Lara Baumann, Ateeqa Shamshad und Elena Hoherz integrieren. Derweil geht es für die Erste des TSV eine Liga höher um den Klassenerhalt.  Sie muss in die Relegation, wenn sie am Sonntag nicht beim TSV Eiselfing drei Punkte holt.

Noch ein Ausblick auf die kommende Saison: Die Bayreutherinnen werden in der Bayernliga dann sicher wieder auf den TSV Neutraubling treffen, der ihnen vor Jahresfrist den Titel wegschnappte, es aber in der Regionalliga (2:15 Siege) nicht gepackt hat. Der 2023 abgestiegene TV Mömlingen kommt aus der Landesliga Nordwest (15 Siege in 15 Partien) wieder nach oben, was für den BSV eine weite Reise in den Landkreis Miltenberg mit sich bringt. Aber auch ein Derby bahnt sich an: In der Landesliga Nordost hat die TS Kronach gute Karten für den direkten Wiederaufstieg, wenn sie am letzten Spieltag daheim den aktuellen Spitzenreiter TB/ASV Regenstauf II bezwingt.