Bayernliga-Damen: Nächste Ausfahrt Würzburg, Lengfeld hat Rechnungen offen

Das schöne Polster ist weg – vor vier Wochen durfte sich Aufsteiger TSV Lengfeld noch Hoffnungen machen, die Bayernliga-Saison auf Rang drei abzuschließen. Nun aber sind die Volleyballerinnen aus Würzburg nur Sechste und werden das auch für diese Saison bleiben, wenn sie am Samstag (14 Uhr) im vorletzten Spiel daheim den BSV 98 Bayreuth nicht schlagen.
Die Bayreutherinnen wiederum spekulieren noch darauf, Rang fünf mit Rang vier zu tauschen, denn der drei Punkte vor ihnen rangierende TV/DJK Hammelburg steht gegen die Liga-Prima-Damen aus Rottenberg (stehen bereits als Meister fest) und Regensburg noch vor zwei sehr hohen Hürden. Der BSV spielt zum Abschluss eine Woche später in Ansbach, wo die Bayernliga für die zweite Mannschaft des TSV dann schon Vergangenheit sein kann, wenn sie nämlich nicht an diesem Sonntag den TV Fürth bezwingt.
„Nach drei Wochen Spielpause und bei dem ungewohnten Termin an einem frühen Samstagnachmittag wird es sicher nicht leicht, wieder Rhythmus aufzunehmen“, sagt der Bayreuther Trainer Manuel Wolz zu der anstehenden Begegnung. „Aber auch wenn wir zuletzt nur zuschauen konnten, noch zwei Mal auswärts ran müssen und in der Tabelle weder nach oben noch nach unten rutschen dürften, wollen wir unser Potential abrufen.“
Der nächste BSV-Gegner war vor einer Woche doppelt im Einsatz – und ging gänzlich leer aus: 0:3 beim Tabellenvorletzten Fürth, 0:3 auch daheim gegen Hammelburg. „Lengfeld scheint gerade etwas Probleme zu haben“, meint Coach Wolz nüchtern. Die Mannschaft um Mittelblockerin Julia Saalfeld, die mit fünf Siegen aus sieben Spielen (darunter auch gegen Hammelburg und Fürth) die Saison begann, sei körperlich stark, „dem wollen wir ein schnelles und smartes Spiel entgegensetzen“.
Trainiert wurden in Bayreuth zuletzt vor allem „clevere Lösungen im Angriff“. Für die soll auch Franziska Rumpp sorgen, die nach einem Auslandsaufenthalt wieder zurück ist und vor ihrem Saisondebüt steht. Wolz: „Franzi ist wieder eine Option. Dafür fehlen mit Johanna Stelzer, Julia Meyer und Egle Stakeliunaite leider wichtige Spielerinnen.“
Im Hinspiel gegen den TSV Lengfeld hatte sich Bayreuth mit 3:2 (25:19, 25:18, 19:25, 18:25, 15:7) durchgesetzt. Es war einer von fünf Tiebreaks, die die Unterfränkinnen mittlerweile gespielt haben – sie werden in dieser Hinsicht nur vom TV Altdorf II (sechs, davon fünf Siege) übertroffen. In Bayreuth profitierte der TSV Ende November davon, dass die Wolz-Truppe nach starkem Beginn (vor allem von Selina Porzner und Antonia Meinhardt) in Sachen Aufschlag, Konzentration sowie Genauigkeit etwas nachließ. Das nutzte vor allem Katharina Weis, die in dieser Saison schon häufig als beste Lengfelderin ausgezeichnet wurde. „Das Ergebnis ist gerecht. Wir wurden von einem starken Gegner ganz schön unter Druck gesetzt“, hatte der Würzburger Trainer Andreas Tacke nach dem Spiel geäußert.
Nebenbei: Im April 2023 hatte der BSV Bayreuth in der Relegation gegen Lengfeld den eigenen Aufstieg in die Bayernliga perfekt gemacht und den Gegner zum Abstieg verurteilt. Insofern sind aus Würzburger Sicht inklusive Hinspiel noch zwei Rechnungen offen…