Beim Ersten und beim Vorletzten: Doppelaufgabe der Damen 1

Gemächlich ins neue Jahr starten? Das gilt nicht für den BSV 98 Bayreuth in der Volleyball-Bayernliga Nord der Damen. Denn der Tabellensechste beginnt sein Restprogramm (noch acht Begegnungen) an diesem Wochenende mit zwei Auswärtsspielen innerhalb von 22 Stunden.

Dabei dürfte in Unterfranken eine überdurchschnittliche Leistung vonnöten sein, um zu bestehen.  Hingegen wird in Mittelfranken vielleicht schon ein mittleres Niveau zum Erfolg reichen. Für beide Partien, am Samstag um 19 Uhr beim TSV Eintracht Rottenberg und am Sonntag ab 17 Uhr beim TV Fürth 1860, gilt die Losung von Trainer Manuel Wolz: „Wir wollen versuchen, so viele Spiele wie möglich im neuen Jahr zu gewinnen. Auch in Rottenberg.“

Der Nachschub weist auf die Schwere der Aufgabe hin, denn das Team aus Hösbach im Landkreis Aschaffenburg ist aktuell Tabellenführer. Und das trotz einer Niederlage vor einer Woche in Ansbach. Das 2:3 (28:30, 25:19, 25:21, 19:25, 7:15) war die dritte Schlappe für das Team von Trainer Roger Tschenett, das sich auch in Altdorf und Regensburg geschlagen geben musste. Hingegen steht daheim die Null (an Niederlagen) – in den bisher erst vier Spielen vor den eigenen Fans gab der TSV im Kultur- und Sportpark von Hösbach lediglich einen Satz ab.

„Trotz dieser Rottenberger Niederlage jüngst in Ansbach gehen wir davon aus, dass das Spiel am Samstag für uns das wahrscheinlich schwierigste der restlichen Saison ist“, vermutet Trainer Wolz, der vor dem Abschlusstraining seiner Damen personell noch nicht ganz klar sah: „Unser Kader hat noch ein paar Fragezeichen.“ Zumindest Katharina Weigel, die zweite Libera, wird wegen anderer sportlicher Verpflichtungen an beiden Tagen die Reisen von 230 bzw. 100 Kilometern nicht mitmachen.

Im Hinspiel im vergangenen Oktober hatten sich die Eintracht-Damen in Bayreuth mit 3:0 durchgesetzt. „Auch in dieser Deutlichkeit nicht unverdient“, beurteilte Manuel Wolz damals das 27:25, 25:16, 25:20 der Gäste. Allerdings hatte sein Team im ersten Durchgang zwei Satzbälle gehabt und auch im zweiten bis zum 12:8 sehr gut mitgehalten. Dass der BSV den TSV Rottenberg schlagen kann, bewies er in der Vorsaison beim 3:1 in eigener Halle.

„Wenn beim Gegner alle dabei sind, ist er auf allen Positionen hervorragend besetzt“, zeigt der Bayreuther Coach Respekt vor Rottenberg. „Insbesondere Libera Emmy Endres war im Hinspiel sehr gut. Und auf der Diagonalposition ist Hannah Bühl nach einem Kreuzbandriss wieder zurück und sicher eine weitere Bedrohung.“

Dass das zweite Spiel des Wochenendes am Sonntag in Fürth erst am späten Nachmittag beginnt, könne für den BSV „mit Blick auf die weite Reise am Samstagabend“ nur von Vorteil sein, sagt Wolz. Er erwartet von den Spielerinnen neben einer „gewissenhaften körperlichen Regeneration“ auch geistige Frische, um gegen den Tabellenvorletzten wie schon im Hinspiel (25:15, 25:19, 25:20) die drei Punkte zu holen. Allerdings: „Fürth darf man nie unterschätzen. So einfach, wie es das Ergebnis vom ersten Duell vermuten lässt, wird es sicher nicht.“

Die Fürtherinnen haben bisher zwei ihrer elf Spiele gewonnen, dabei allerdings den Rottenberg-Besieger Ansbach II geschlagen. Vor einer Woche verlor der TV 1860 in Altdorf 0:3, holte aber in jedem Satz mindestens 20 Punkte. Fürth hat vier Zähler Rückstand zu Relegationsrang acht, von dem der BSV 98 (bei einem Spiel weniger) im positiven Sinne fünf Punkte entfernt ist. Doch die hohen Hürden in Rottenberg und in einer Woche daheim gegen den Tabellenzweiten Regensburg sollten den Vizemeister von 2025 konzentriert und ambitioniert zu Werke gehen lassen.